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Corona: keimfreier Spaß mit Medien – Teil 3: Spiele-Tipp

Während die Corona Krise uns alle in Atem hält, ist es manchmal schwierig, endlich mal abzuschalten und zu entspannen. Die Sorge um unsere Zukunft ist allgegenwärtig. Wie soll da nur so etwas wie Entspannung möglich sein? Dabei muss man gar nicht lange nach der perfekten Ablenkung suchen.

Die Grafik des Spiels ist einfach, aber charmant gehalten.

Animal Crossing New Horizons bietet Entspannung, Ruhe und die Möglichkeit einfach mal alles links liegen zu lassen und sich von der Realität abzukoppeln.

Nintendos neustes Meisterwerk für die Switch entführt den Spieler auf eine unbewohnte Insel. Wo diese liegt und wie sie heißt, hängt ganz von einem selber ab. Zu Beginn des Spiels darf zunächst ein eigener Charakter erstellt werden, mit dem die Reise angetreten wird. Und ehe man sich versieht, ist man schon stolzer Eigentümer einer eigenen Insel.

Doch was nun? Erst einmal die Insel erkunden oder doch schon mal Ressourcen sammeln? Hier lässt einem das Spiel freie Wahl. In der Welt von Animal Crossing existiert kein Zeitdruck oder sonst irgendwelche Verpflichtungen. Wie man die Zeit im Spiel verbringt, ist jedem vollkommen selbst überlassen. So ist man schon mal die ein oder andere Stunde mit simplen Angeln beschäftigt, ohne überhaupt zu hinterfragen, ob das jetzt produktiv ist oder nicht.

Je mehr man spielt, desto mehr NPC- Bewohner kommen auf die Insel. So hat man plötzlich einen sprechenden Ameisenbären und eine Ziegendame als Nachbarn. Damit ist die Insel auf einmal gar nicht mehr einsam und man versinkt in netten Gesprächen mit den neu gewonnenen Freunden. Man handelt auf dem Marktplatz oder trifft sich auf einen Tee. Die Möglichkeiten sind hier fast grenzenlos. Da stößt man bei einer Schatzsuche auf ein Fossil und findet sich ein paar Minuten später beim Feilschen mit einem Uhu wieder, der dieses unbedingt für das Insel eigene Museum benötigt. Es gibt praktisch immer etwas zu tun.

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Ein paar Tage später hat man endlich genug „Sternis“ (die In-Game Währung des Spiels) gesammelt, um sich den Traum vom neuen Haus zu erfüllen. Nach stundenlangem Durchwühlen von Designmöglichkeiten stimmt nun endlich das Aussehen und man kann einziehen. Doch nun geht es an die Inneneinrichtung, wo dem Spieler ebenfalls wenig Grenzen gesetzt sind. Vom gefärbten Lüftungsgitter über einen Bambusstuhl zum riesigen Plüsch-Elefanten – hier gibt es alles.

Der Spieler wird tief in die fiktive Welt hineingezogen, was dazu führt, dass die Zeit in Animal Crossing vergeht wie im Fluge und das, obwohl eine Minute im Spiel genauso lange dauert wie im echten Leben. Das heißt, spielt man in der Nacht, ist es auch im Spiel Nacht und die meisten der Geschäfte auf der Insel haben geschlossen. Ist es in der Realität gerade Winter, fliegen auch in der Welt von Animal Crossing die Schneebälle.

Sobald das Spiel einen in seinen Bann gezogen hat, lässt es einen auch nicht wieder so schnell gehen. Dafür sorgt auch der Multiplayer, welcher es erlaubt, die Inseln anderer Spieler zu besuchen oder gar selbst zum Gastgeber zu werden. Falls man also gerade das Einfahren der Ernte nicht alleine schafft, kann ein Freund ganz einfach dabei helfen und so nochmal für eine große Portion Abwechslung sorgen.

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Trotz der Tatsache, dass die riesige Auswahl an Designmöglichkeiten eine gute Grundlage für Mikrotransaktionen bilden würde, hat sich Nintendo dagegen entschieden In-Game Käufe einzuführen. Somit gibt es keine Abkürzung auf dem Weg zur unbedingt benötigten Freiheitsstatue, die doch so gut in den Garten passen würde…             

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass Animal Crossing New Horizons den Vorgängern der Reihe mehr als gerecht wird und mit dem altbekannten Spielmodell der Animal Crossing Spiele ein wunderbar entschleunigendes Erlebnis bietet. Der Spieler wird in eine traumhafte Welt der Ruhe und Entspannung entführt und kann die Realität für einen Moment außer Acht lassen.

Allen, den der Vollpreis des Spiels von 60,00 € zu hoch ist, können auch auf die Smartphone-Version zurückgreifen. Das Spielprinzip bleibt hier im Kern das Gleiche, ist jedoch nur in reduzierter Grafik und Spieltiefe vorhanden. Um einen kleinen Einblick in die Welt von Animal Crossing zu erhalten, ist das aber voll und ganz ausreichend.

Ein Beitrag aus unserer Jugendredaktion: Jakob Dewenter, 17 Jahre

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geschrieben von: Jugendredaktion

Als digital Natives haben Jugendliche nicht selten einen anderen Blick auf die Faszination und die Gefahren von Medien, deren Inhalte - und natürlich auch auf die medienpädagogischen Bemühungen von Eltern und pädagogischem Fachpersonal. In diesem Blog hat diese Sichtweise unterschiedliche Stimmen.

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