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Bauklötze staunen – Musik machen mit Caustic

Sind Sie auch eher minderbegabt bei der Handhabung von Musikinstrumenten, haben aber den Kopf voller Ideen und Melodien? Fehlt es Ihrem Nachwuchs an Geduld, aber nicht an kreativem Potenzial? Dann bauen Sie sich doch einfach Ihre Lieder auf dem Handy.

Auch schön, aber manchmal kann auch eine App entzücken

Eins vorweg: Wir möchten wirklich niemanden davon abhalten, sich mit echten Instrumenten zu beschäftigen und am besten sogar mit anderen zu musizieren. Trotzdem freuen wir uns, dass es dank Technik auch eine kleine Abkürzung auf dem Weg zum musikalischen Schaffen gibt. Und im besten Fall findet auch beides zusammen, indem sie Musikalisches aus dem echten Leben ins digitale verfrachten.

Falls Sie sich jetzt fragen, worüber wir hier eigentlich reden, können wir das schnell beantworten: Über Caustic eine App für Ihr Handy oder Tablett, mit der Sie wie mit Bauklötzen Musik kreieren können. Mit Caustic haben Sie ein Soundstudio im Hosentaschenformat. Zugegeben, ein bisschen eindenken müssen Sie sich schon, aber es ist wirklich nicht besonders schwer und es lohnt sich.

Module, Instrumente, Sequenzer – einfach ausprobieren

Ihnen stehen verschiedene Module wie Beatbox, Synthesizer oder Bassline zur Verfügung, in denen Sie dann Ihre Instrumente auswählen und Rhythmen oder kleine Melodieelemente zusammensetzen. Sie haben keine Ahnung von Noten und Melodieführung? Kein Problem, Sie können einfach kleine Klötzchen verteilen, anhören wie das klingt und so lange verschieben, bis es Ihnen gefällt. Oder sie klimpern auf der Tastatur herum und – richtig – verschieben danach wieder kleine Klötzchen. Ihre Module platzieren Sie dann im sogenannten Sequenzer, damit daraus ein Lied wird. Auch hier können Sie in aller Ruhe im Trial-and-Error-Verfahren experimentieren, bis Sie Ihren Song zusammengebaut haben.

Für Fortgeschrittene gibt es jede Menge weitere Möglichkeiten: Sie können z.B. Ihren Gesang aufnehmen und bearbeiten, Geräusche verfremden oder ein echtes Instrument einspielen und ebenfalls einbauen. Außerdem können Sie auf alle Module jede Menge Effekte legen. Lassen Sie einfach den kreativen Tiger aus dem Tank. Am Ende exportieren Sie Ihren Song als WAV-, OGG- oder MID-Datei und schon können Sie Ihre erste Eigenkomposition auf allen Geräten abspielen.

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Mit Begleitung kinderleicht

Tatsächlich ist die Handhabung so spielerisch, dass auch Kinder daran Spaß haben. Mit ein wenig Begleitung können Sie schon ab dem Vorschulalter eigene Songs erstellen. Warum nicht mal dem alten Kinderlied eine neue Rap-Version verpassen oder den nächsten Dancefloor-Knaller produzieren? Und nebenbei lernen die Kurzen auch auf diesem Weg, ausdauernd zu sein und so lange auszuprobieren, bis es passt. Auch wenn es für die Charts oder den großen YouTube-Erfolg nicht reichen sollte, neue Familienhits sind bestimmt nur ein paar Bauklötze entfernt.

Das kann sich dann z.B. so anhören:

ZoMa: Schöner als der Mond. Mehr gibt es auf Bandcamp.

Facts

Caustic gibt es für Android und iOS. Sie können eine kostenlose Testversion herunterladen. Die komplett funktionsfähige Version kostet 10,99 € für iOS und 6,99 € für Android. Auf YouTube finden Sie unzählige Tutorials und Song-Beispiele.

#medienspaß

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geschrieben von: Meike Adam

beschäftigt sich seit rund 15 Jahren beruflich mit dem Themenkomplex Medien, als Wissenschaftlerin, Webschaffende und medienpädagogische Referentin. Durch zahlreiche Elternabende, Fortbildungen für Lehrer_innen und Unterrichtseinheiten mit SuS weiß sie, wo es brennt. Mit 3 Kindern ist sie zudem alltägliche medienpädagogische Praktikerin.

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