Logo des Medienkompetenz-Blogs

Among us Review

„Among us“ bedeutet auf Deutsch so viel wie „Unter uns“, und darum geht es auch in dem Spiel. Stell dir vor, du bist mit bis zu neun Kamerad*innen oder auch „Crewmates“ in einem Raumschiff irgendwo mitten in den Tiefen des Universums. Jede*r hat seine*ihre Aufgaben, und es herrscht Harmonie. Bis ein Crew-Mitglied tot aufgefunden wird. Es gibt einen Verräter, einen „Impostor“ unter euch. Wem kannst du überhaupt noch trauen? Der einzige Weg, um wieder für Frieden in eurem Raumschiff zu sorgen, sind Diskussionen und Abstimmungen über die Identität des Impostors.

Wer ist der Verräter? Bild: Cat Wilcox auf Pexels

„Among us“ ist ein interaktives Spiel, das man mit bis zu neun weiteren Spieler*innen spielen kann. Dafür tritt man einem schon bestehenden Spiel bei oder erstellt selbst eins. Über die Eingabe eines Codes kann man auch einfach mit Freunden zusammenspielen.

Das Spiel beginnt in der Cafeteria, wo alle Crewmates um einen Tisch herum versammelt erscheinen. In der oberen linken Ecke werden die zu bearbeitenden Aufgaben angezeigt, die in verschiedenen Räumen überall im Raumschiff verteilt sein können. Das Ziel der Crewmates ist es, diese Aufgaben abzuschließen, bevor die Impostors gewinnen. Nachdem ein Crewmate tot aufgefunden wird, findet eine Abstimmung statt. Die noch „lebenden“ Mitspieler*innen können sich über verdächtiges Verhalten anderer austauschen und darüber abstimmen, wen die Mehrheit für einen Impostor hält. Der Verlierer dieser Abstimmung „fliegt“ aus dem Raumschiff und seine Identität wird enthüllt. Wenn es der Impostor war: alles super, die Crewmates haben gewonnen. Wenn nicht, geht die Suche nach dem*r Verräter*in weiter.

Das Ziel des Impostors (es kann einen, zwei oder drei geben) ist es, die Crewmates zu töten, bis nur noch so viele übrig sind, dass die Zahl der Crewmates mit der der Impostor übereinstimmt.

Es ist möglich, das Spiel auf dem Computer zu spielen, aber auch als App auf dem Handy.

Die Graphik ist sehr einfach gehalten, aber durch viele kleine Details doch anschaulich gestaltet und unterstützt dadurch den Spielspaß. Zu bestimmten Feiertagen wie zum Beispiel Halloween und Weihnachten werden nochmal kleine Extras eingebaut. Die Entwickler*innen haben sich wirklich Mühe mit den verschiedenen Räumen und Bereichen gegeben, und auch das merkt man beim Spielen.

Ausprobieren ohne Account

Durch die wechselnden und zufällig verteilten Rollen, und damit auch die unterschiedlichen Ziele und Aufgaben, wird das Spiel nicht langweilig. Man ist in der Lage, sich mit anderen Spieler*innen auszutauschen, ohne etwas über sich selbst preisgeben zu müssen. Um zu spielen, muss man nicht mehr angeben als das eigene Alter beim ersten Benutzen der App. Es besteht die Möglichkeit einen Account zu erstellen, aber es ist nicht zwingend notwendig, denn man kann auch einfach nur als Gast spielen.

Außerdem sind In-App-Käufe möglich, um den eigenen Avatar zu verschönern und von den anderen abzugrenzen, um herauszustechen. Allerdings sind diese Käufe eigentlich nicht nötig und nur sehr wenige Spieler nutzen diese. Es ist also eigentlich nur ein kleines Feature.

Obwohl es bei dem Spiel darum geht, dass die Impostors versuchen, die Crewmates umbringen, gibt es dennoch kein bis wenig Potenzial jüngere Spieler*innen zu verstören oder traumatisieren. Das wird vor allem dadurch erreicht, dass es sich bei den Avatars um abstrakte Gestalten handelt. Diese sollen Astronaut*innen in ihren Raumanzügen darstellen. Aus diesem Grund kann man keine Gesichter erkennen und die Crewmates unterscheiden sich nur in den Farben. Darüber hinaus werden die „Morde“ ebenfalls sehr abstrakt und nur kurz dargestellt, was eine Übertragung in die Realität ebenfalls schwerer macht.

Ab 12 bis mindestens 99 Jahre

Dennoch würde ich das Spiel erst für Spieler*innen ab 12 Jahren empfehlen, da es doch etwas Stress mit sich bringt und man tatsächlich die Interaktion mit anderen, teilweise unbekannten Spieler*innen beachten sollte. Aber keineswegs ist das Spiel nur für Jugendliche gedacht, sondern macht bestimmt auch Erwachsenen Spaß.

Als Abschluss kann man also sagen, dass Among Us ein Spiel ist, das nicht nur Spielspaß garantiert, sondern auch die Sicherheit der Spieler*innen und vor allem in dem derzeitigen Corona-Alltag ermöglicht es eine kurze Auszeit.

#medienspaß #games

Geprüft, gespielt und aufgeschrieben von unserer Jugendredaktion, diesmal Maike, 17 Jahre.

ähnliche Beiträge

1 Kommentar
älteste
neueste
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Jakob
1 Monat zuvor

Hey,
Der Artikel ist schön geschrieben und fasst alle wichitgen Elemente des Spiels zusammen. Die altersempfehlung kann ich nur unterstreichen. Perfekt wäre es gewesen wenn der Artikel ca. ein halbes Jahr eher erschienen wäre, da Among Us zwar noch viel gespielt wird, aber der Hype drum herum schon wieder abgeflaut ist. Das ist natürlich leichter gesagt als getan aber ich dachte ich erwähns mal.
Liebe Grüße
Jakob

geschrieben von: Jugendredaktion

Als digital Natives haben Jugendliche nicht selten einen anderen Blick auf die Faszination und die Gefahren von Medien, deren Inhalte - und natürlich auch auf die medienpädagogischen Bemühungen von Eltern und pädagogischem Fachpersonal. In diesem Blog hat diese Sichtweise unterschiedliche Stimmen.

#bigdata #datenschutz #erziehung #familie #games #gesellschaft #Gesundheit #grundgesetz #hatespeech #Kindergarten #lernen #medienspaß #privatsphäre #Schule #Smartphone #SozialeMedien #urteil
Scroll Up
1
0
Was meinen Sie? Wir freuen uns über Ihren Kommentar!x
()
x