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Corona: keimfreier Spaß mit Medien – Teil 1: Werden Sie kreativ!

Die Schulen und Kitas sind geschlossen. Sie stehen plötzlich vor der Aufgabe, sich und Ihre Kinder zu Hause sinnvoll zu beschäftigen und nach Möglichkeit auch etwas Luft zum Arbeiten zu haben. Sie denken da an Streaming-Dienste, YouTube, Mediatheken und Apps. Ja, das kann helfen, aber Sie sollten Ihre Kinder nicht einfach ruhigstellen.

Wenn in der Schule und der Kita nichts mehr geht...

Jetzt ist der Zeitpunkt, gemeinsam Fotos zu sichten und ein digitales Album zu erstellen. Das ist garantiert virenfrei und nicht ansteckend und ist so auch ein schöner Gruß an gefährdete Großeltern. Hierfür eignet sich zum Beispiel die App „Book Creator“, mit der Sie ein Album vor allem auf einem Tablett sehr komfortabel gestalten können. Die Funktionen gehen weit über ein klassisches Buch hinaus, Sie können Texte, Skizzen, Bilder sowie Ton- und Videoaufnahmen zu einem Projekt zusammenfassen.

Die Handhabung ist einfach gehalten, auch Kinder im Kindergartenalter können mit anfänglichen Hilfestellungen durchaus damit umgehen. Die App gibt es für Android- und IOS-Geräte sowie in einer Online-Version, die sich vor allem an Lehrer*innen richtet. In Zeiten von Hausquarantäne und Schulschließung können Sie mit Ihrem Kind auch altersgemäß Themen besprechen, zu denen es dann recherchiert und ein E-Book erstellt.

Ein Film-Projekt für alle

Wenn Ihnen oder Ihren Kindern eher der Sinn nach anderen kreativen Beschäftigungen steht, bieten sich Apps an, mit denen ein eigener Stop-Motion-Film erstellt werden kann. Bekannte Beispiele dafür sind Stop Motion Studio (iOS und Android) oder iStopMotion (iOS). Der Vorteil an einem Stop-Motion-Film liegt darin, dass Sie wirklich nur ein Tablet oder Smartphone mit der installierten App benötigen und schon können Sie mit allen erdenklichen Szenarien loslegen.

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Auch bei der Gestaltung sind Sie völlig frei: Sie können mit Menschen, Stofftieren oder Playmobil-Figuren drehen oder mit Zeichnungen eine Art Papercut-Film erstellen oder, oder, oder. Sollten Sie mehrere Kinder haben, können diese auch wunderbar in einem Team an dem Projekt arbeiten. Es gibt viel zu tun: die Kamera ausrichten, die Perspektive bestimmen, die Szene gestalten, die Figuren, Bilder etc. bewegen und, und, und….

Musik mit Monstern oder Bauklötzen

Vielleicht brauchen Sie auch noch den passenden Soundtrack. Da können Sie sich aus entsprechenden Online-Angeboten bedienen oder aber auch die kompositorischen Fähigkeiten Ihrer Kinder entdecken. Es gibt sehr unterschiedlich komplexe Musik-Apps. Jelly Band zum Beispiel richtet sich an jüngere Kinder, die auf einer großen Bühne unterschiedliche Figuren zu einer Band zusammenstellen können, die dann fröhlich musiziert. Obwohl die Anzahl der Monster-Figuren überschaubar ist, ergeben sich unzählige Sound-Kombinationen. Allerdings gibt es im Moment wohl noch keine Export-Funktion, um das fertige Lied dann auch sichern zu können. Aber das lässt sich dann ja auch ganz einfach aufnehmen.

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Für ältere Kinder und Jugendliche sind komplexere Programme eine Alternative, bei denen auch eigene Instrumente, die eigene Stimme oder Geräusche als Sample eingesetzt werden können – neben einem fast endlos wirkenden Arsenal an Instrumenten, das durch Downloads auch noch erweitert werden kann. Eine detailliertere Erläuterung zu Caustic finden Sie in diesem Blog-Beitrag.

PS: Alle Anregungen im Artikel gelten natürlich auch für Corona-freie Zeiten.

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geschrieben von: Meike Adam

beschäftigt sich seit rund 15 Jahren beruflich mit dem Themenkomplex Medien, als Wissenschaftlerin, Webschaffende und medienpädagogische Referentin. Durch zahlreiche Elternabende, Fortbildungen für Lehrer_innen und Unterrichtseinheiten mit SuS weiß sie, wo es brennt. Mit 3 Kindern ist sie zudem alltägliche medienpädagogische Praktikerin.

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