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Corona hat unsere Lehrer/innen geschrumpft

Corona hat Schulen ins Kinderzimmer verlagert. Anstatt im Klassenzimmer zu sitzen, hockten wir an unserem heimischen PC und mussten alles von zu Hause aus lernen. Wir schrumpften alle von der normalen Größe in das Kachelformat.

Digitale Grüße an die Klasse Bild: Julia M. Cameron bei Pexels

Als letztes Jahr die Schulen plötzlich geschlossen wurden, wurde unser gesamter Schulunterricht zum Onlineunterricht. Alles lief auf einmal digital ab, man sah seine Mitschüler/innen nur noch über den Bildschirm und musste sich mit der neuen Technik zurechtfinden.

Daumen hoch für die Kreativität

Wir haben uns andere kreative Möglichkeiten ausgedacht. Damit zum Beispiel der Theater-Unterricht weiterhin stattfinden konnte, wurde die Aufführung von der Bühne in Zoom verlagert. Wo wir normalerweise mit Gestik und Mimik arbeiten, wurde besonderen Wert auf den Hintergrund oder die Kleidung gelegt.
Das Gefühl war zwar weit entfernt von einer echten Aufführung, trotzdem hat es Spaß gemacht und es war eine Abwechslung im Alltag.

Was besser hätte laufen können: Die Lehrer/innen hätten die Konferenzen früher ankündigen müssen. Da an manchen Tagen gar keine Videokonferenzen stattgefunden haben und es an anderen Tagen ein Meeting nach dem anderen gab, ist die Struktur im Alltag oft weggebrochen. Zusätzlich wurden noch Hausaufgaben verteilt, die dann nach der letzten Konferenz gemacht werden mussten und oft so viele waren, dass der Schultag kein Ende nahm.

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Computer für alle

Zudem stellt sich natürlich auch die Frage, ob überhaupt jeder einen Computer hat, denn manche Familien besitzen nur einen Computer oder ein Tablet. So kommt es dazu, dass die Familienmitglieder sich die Geräte teilen müssen und es auch immer wieder zu technischen Problemen kommt. Obwohl Eltern und Kinder sich daraufhin bei der Schule gemeldet haben, um ein Endgerät zu bekommen, bekamen sie dieses anfangs viel zu spät, deshalb waren viele Kinder benachteiligt. Um das zu vermeiden, sollten die Schulen nach Bedarf für Leihgeräte fragen, und im Unterricht sollte der Umgang mit Medien viel mehr geübt werden. Die Schüler/innen sollten sich bei Problemen an einen Spezialisten wenden können. Schulen sollten Lehrgänge für Lehrer/innen anbieten, damit auch sie weiterhelfen können.

Corona hat uns vor viele Herausforderungen gestellt. Nicht nur Schüler/innen müssen diese Situation meistern, sondern auch die Lehrer/innen. Mehr Übung im Umgang mit Medien hilft dabei.

Der obige Beitrag stammt von Rosa, sie geht in die 9. Klasse eines Gymnasiums in Köln-Nippes und absolviert ein Praktikum bei MerkWert.
#lernen #schule

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1 Kommentar
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Astrid
3 Monate zuvor

Ein wirklich MerkWertiger Beitrag! Die Sicht der SchülerInnen sollte noch viel mehr Gewicht bekommen. Erfrischend geschrieben, von mehreren Seiten beleuchtet und ganz genau die Quintessenz benannt: Mehr Medien im Unterricht. Danke.

geschrieben von: Jugendredaktion

Als digital Natives haben Jugendliche nicht selten einen anderen Blick auf die Faszination und die Gefahren von Medien, deren Inhalte - und natürlich auch auf die medienpädagogischen Bemühungen von Eltern und pädagogischem Fachpersonal. In diesem Blog hat diese Sichtweise unterschiedliche Stimmen.

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